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Die Textilien der Naga aus Nordostindien zählen zu den eindrucksvollsten textilen Gestaltungssystemen der Welt. Ihre kraftvollen geometrischen Muster und intensiven Farben sind weit mehr als ästhetische Elemente: Sie fungieren als „soziale Haut“, in der sich Herkunft, Status und persönliche Geschichte einschreiben. Über Generationen hinweg bildeten diese Stoffe eine visuelle Sprache, mit der sich die soziale Ordnung der Naga-Gesellschaften lesen ließ.
Die Ausstellung lädt dazu ein, diese komplexe Welt in einer immersiven Inszenierung zu erleben. Raumgestaltung und Textilien treten in direkten Dialog und machen die „Logik der Linien“ physisch erfahrbar. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, Muster zu lesen und ihre Bedeutungen zu entschlüsseln.
Gleichzeitig spannt die Ausstellung einen Bogen von historischen Textilien hin zu zeitgenössischem Modedesign. Traditionelle Techniken und Motive werden von jungen Designerinnen und Designern neu interpretiert und zeigen, wie lebendig dieses Erbe bis heute ist.
Die Ausstellung basiert auf einem ethnologischen Forschungsprojekt, in dem über 2000 Textilien analysiert wurden. Ein Forschungslabor macht diese Prozesse sichtbar und lädt dazu ein, selbst Fragen zu stellen und textile Ordnungen zu erkunden.
The textiles of the Naga of Northeast India are among the most remarkable textile design systems in the world. Their bold geometric patterns and intense colors are far more than aesthetic elements: they function as a “social skin” in which origin, status, and personal history are inscribed. For generations, these fabrics formed a visual language through which the social order of Naga societies could be read.
The exhibition invites visitors to experience this complex world through an immersive presentation. Spatial design and textiles enter into direct dialogue, making the “logic of lines” physically tangible. Visitors are encouraged to read patterns and explore their meanings.
At the same time, the exhibition bridges historical textiles and contemporary fashion design. Traditional techniques and motifs are reinterpreted by a new generation of designers, demonstrating how vibrant this heritage remains today.
The exhibition is based on an ethnological research project in which more than 2,000 textiles were analyzed. A research lab makes these processes visible and invites visitors to ask their own questions and explore textile systems of order.

Wessen Geschichte erzählen Human Remains? – Vortrag
Vortrag von PD Dr. Carsten Wergin. Vortragsreihe zur Ausstellung "Mensch oder Objekt?"

LET’S PLAY!

Von Kult zu Konzert – Die Rahmentrommel zwischen Ursprung und Gegenwart
In diesem Vortrag im Völkerkundemuseum Heidelberg begibt sich das Publikum auf eine klingende Reise durch Zeit und Kulturen: die Rahmentrommel in archaischen Ritualen der Antike, ihre Bedeutung in unterschiedlichen Kulturräumen bis hin zur modernen Konzertpraxis.
Anhand von historischen Einblicken, kulturgeschichtlichen Hintergründen und praktischen Demonstrationen zeigt die Referentin die erstaunliche Vielseitigkeit dieses kreisförmigen Instruments. Verschiedene Klangfarben und musikalische Traditionen werden hör- und sichtbar.
Der Vortrag verbindet Wissen und unmittelbares Musikerlebnis und lädt dazu ein, ein Instrument kennenzulernen, das seit Jahrtausenden Menschen begleitet und verbindet.

The Politics of the Afterlife: Mortuary Governance and Exclusion in Postcolonial Contexts
Death does not erase social hierarchies. In Spain, Muslim communities confront a mortuary landscape where Christian burial operates as an unmarked default while Islamic cemeteries remain scarce, contested, or entirely absent. This lecture examines how contemporary Muslim burial struggles reveal deeper patterns of exclusion in diverse societies shaped by colonial legacies and ongoing mechanisms of pseudoinclusion. Drawing on collaborative research with the association Entierro Digno and fieldwork documented in the film Descansa en Paz, I analyze how municipal governance, bureaucratic delays, and spatial zoning render dignified Islamic burial structurally precarious. Families face impossible choices: repatriation to countries of origin at prohibitive cost, burial in Christian-managed cemeteries that violate Islamic ritual requirements, or years-long waits for promised Islamic sections that never materialize. These struggles illuminate mortuary politics as a domain where citizenship claims collide with religious normativity, where the dead become agents in community mobilization, and where exclusion in death mirrors patterns of marginalization in life. The lecture argues that examining who governs the dead and under what conditions illuminates broader patterns of citizenship, belonging, and the persistence of colonial hierarchies in societies that claim to have moved beyond them.

Rethinking: A Colonial Lexicon

Ping Pong Social Cup Event

Ping Pong Social Cup Event

Japanfest – Nihon Matsuri
Zusammen mit dem Heidelberger Freundeskreis Kumamoto e.V. lädt das Völkerkundemuseum vPSt zum großen Japanfest in den historischen Garten des Palais Weimar in Heidelberg.
Die Besucher*innen erwartet ein vielseitiges Programm, bestehend aus unterschiedlichsten Workshops, japanischer Teezeremonie, musikalischen Darbietungen, einem Open Cosplay-Catwalk, Kinderangeboten, Führungen durch die Ausstellungen, japanische Köstlichkeiten, eine Pokémon-Tauschbörse und vielem mehr.
Eintritt
(inklusive Zugang zu allen Ausstellungen des Museums)
Regulär: 3 Euro
Ermäßigt: 2 Euro
Programm unter Japanfest – Völkerkundemuseum vPSt Heidelberg

Japanfest – Nihon Matsuri
Zusammen mit dem Heidelberger Freundeskreis Kumamoto e.V. lädt das Völkerkundemuseum vPSt zum großen Japanfest in den historischen Garten des Palais Weimar in Heidelberg.
Die Besucher*innen erwartet ein vielseitiges Programm, bestehend aus unterschiedlichsten Workshops, japanischer Teezeremonie, musikalischen Darbietungen, einem Open Cosplay-Catwalk, Kinderangeboten, Führungen durch die Ausstellungen, japanische Köstlichkeiten, eine Pokémon-Tauschbörse und vielem mehr.
Eintritt
(inklusive Zugang zu allen Ausstellungen des Museums)
Regulär: 3 Euro
Ermäßigt: 2 Euro
Programm unter Japanfest – Völkerkundemuseum vPSt Heidelberg