Sammlung BOLDT

Turkmenischer Schmuck

Sonderausstellung
Erdgeschoss
4. April 2025

-

11. Januar 2026
verlängert
Plakat_Boldt

Der turkmenische Kulturraum, der weit über die Grenzen der heutigen Republik Turkmenistan hinausgeht, umfasst die Steppen und Wüsten Zentralasiens. Die Traditionen der dort ansässigen nomadischen Bevölkerung, die bis ins 20. Jahrhundert fortlebten, spiegeln sich noch heute eindrucksvoll in der Schmuckkunst wider. Turkmenischer Schmuck ist dabei weit mehr als nur ein ästhetisches Ausdrucksmittel; er trägt eine tiefere, kulturell geprägte Bedeutung. Der Schmuck fungiert als Statussymbol und kennzeichnet die Altersstufe und den Familienstand der Träger*innen. Er erfüllt nicht nur das Bedürfnis nach äußerer Schönheit und individuellem Ausdruck, sondern stellt auch ein Identifikationsmerkmal für die soziale und ethnische Zugehörigkeit dar und spiegelt die Beziehungen innerhalb der Gemeinschaft wider. Manchen Stücken wird gar eine magische Funktion nachgesagt.

Der wertvolle Silberschmuck, oft feuervergoldet und mit Karneolen oder Glassteinen verziert, dient nicht nur der Verschönerung, sondern auch als Amulett, das Schutz vor schädlichen Einflüssen bietet. Zudem stellt dieser Schmuck ein Prestigeobjekt dar, das als Kapitalanlage dient, in die wirtschaftlichen Überschüsse investiert wurden und auf das in Krisenzeiten zurückgegriffen werden konnte.

Die umfangreiche Sammlung turkmenischen Schmucks wurde vom Sammler Achim Boldt zusammengetragen, der sein „Lebenswerk“ im vergangenen Jahr dem Völkerkundemuseum vPST übereignete. Dieser Silberschatz aus den Steppen Zentralasiens wird nun erstmals im Völkerkundemuseum vPST präsentiert und gewährt einen einzigartigen Einblick in die Symbolik und Meisterschaft des turkmenischen Schmucks.

 


 

The Turkmen cultural region, which extends far beyond the borders of today's Republic of Turkmenistan, encompasses the steppes and deserts of Central Asia. The traditions of the nomadic populations who inhabited this region and maintained their way of life well into the 20th century are still impressively reflected today in their jewelry-making art. Turkmen jewelry is much more than merely an aesthetic form of expression; it carries a deeper, culturally rooted significance. Jewelry functions as a status symbol and indicates the wearer's age group and marital status. It not only satisfies the desire for external beauty and personal expression but also acts as a marker of social and ethnic identity, reflecting interpersonal relationships within the community. Some pieces are even believed to possess magical properties.

This valuable silver jewelry, often fire-gilded and adorned with carnelians or glass stones, serves not only decorative purposes but also functions as an amulet offering protection against harmful influences. Moreover, the jewelry serves as a prestigious object, representing an investment into which economic surpluses were channeled, available to be drawn upon in times of crisis.

The extensive collection of Turkmen jewelry was assembled by the collector Achim Boldt, who last year donated his life's work to the vPST Ethnographic Museum. This silver treasure from the Central Asian steppes is now being exhibited for the first time at the vPST Ethnographic Museum, providing unique insight into the symbolism and craftsmanship of Turkmen jewelry.

Führungen und Veranstaltungen zur Ausstellung

Freitag
12. Dezember 2025
17:00 Uhr
ECSASSquare

Führungen – Spezial Heidelberg & South Asia: „Photography and Tourist Gaze“

in englischer Sprache
Guided Tour and City Walk.

Heidelberg – a world-famous photo subject. But why do we photograph certain places and not others? This tour invites you to pause, look closely, and reflect on the interplay between photography, tourism, and perception.

Freitag
19. Dezember 2025
17:15 Uhr
ECSASSquare

Führungen – Spezial Heidelberg & South Asia: Jenseits von Geschlechter-Grenzen

deutsch
Entdecken Sie das queere Erbe Nepals: Wie prägen religiöse Praktiken, kosmologische Konzepte und kollektive Identitäten das Verständnis von Geschlecht?

Dieser Rundgang stellt binäre Denkmuster in Frage und lädt ein, vielfältige Perspektiven kennenzulernen – begleitet von Einblicken aus aktueller Feldforschung.

Freitag
19. Dezember 2025
19:00 Uhr
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EHRENPREIS: Ein Weihnachten für Otto

Eine körperliche Spurensuche zur deutschen Identität von Lisa Bless zwischen Mannheim, Heidelberg und dem eigenen Ich.
Wie können neue Formen des Erinnerns und Austauschs entstehen? In »EHRENPREIS: Ein Weihnachten für Otto« wird Tanz zur Sprache, um familiäre Erinnerung(slück)en, Geschichten, Schweigen, Scham und Weitergegebenes sichtbar zu machen. Gleichzeitig ist es eine Einladung, den eigenen Schatten nachzuspüren.

Lisa Bless durchwandert Erinnerungen und die Erzählungen ihres Großvaters aus Krieg und Nachkriegszeit und öffnet Räume, in denen Vergangenheit nachhallt und Fragen gestellt werden. Im Zusammenspiel von Körper, Stimme und Narration entsteht ein Raum, in dem persönliche und gemeinsame Geschichte aufeinandertreffen.

Ein Solostück über Identität, Verantwortung und die Frage, wie wir heute miteinander leben und erinnern wollen.

 

Konzept, Choreografie, Kostüm: Lisa Bless
Dramaturgie: Natalie Broschat
Sounddesign: Elama Mampomo & Savio Suriano

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Heidelberg, Proberaum ermöglicht durch INTER-ACTIONS, Studio Actions

Samstag
20. Dezember 2025
19:00 Uhr
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EHRENPREIS: Ein Weihnachten für Otto

Eine körperliche Spurensuche zur deutschen Identität von Lisa Bless zwischen Mannheim, Heidelberg und dem eigenen Ich.
Wie können neue Formen des Erinnerns und Austauschs entstehen? In »EHRENPREIS: Ein Weihnachten für Otto« wird Tanz zur Sprache, um familiäre Erinnerung(slück)en, Geschichten, Schweigen, Scham und Weitergegebenes sichtbar zu machen. Gleichzeitig ist es eine Einladung, den eigenen Schatten nachzuspüren.

Lisa Bless durchwandert Erinnerungen und die Erzählungen ihres Großvaters aus Krieg und Nachkriegszeit und öffnet Räume, in denen Vergangenheit nachhallt und Fragen gestellt werden. Im Zusammenspiel von Körper, Stimme und Narration entsteht ein Raum, in dem persönliche und gemeinsame Geschichte aufeinandertreffen.

Ein Solostück über Identität, Verantwortung und die Frage, wie wir heute miteinander leben und erinnern wollen.

Konzept, Choreografie, Kostüm: Lisa Bless
Dramaturgie: Natalie Broschat
Sounddesign: Elama Mampomo & Savio Suriano

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Heidelberg, Proberaum ermöglicht durch INTER-ACTIONS, Studio Actions

Tickets (12€) direkt an der Abendkasse im Völkerkundemuseum

Sonntag
21. Dezember 2025
14:30 Uhr
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Führung: Pieces of Life

Die Philippinen-Sammlung der vPST
Sonntag
21. Dezember 2025
19:00 Uhr
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EHRENPREIS: Ein Weihnachten für Otto

Eine körperliche Spurensuche zur deutschen Identität von Lisa Bless zwischen Mannheim, Heidelberg und dem eigenen Ich.
Wie können neue Formen des Erinnerns und Austauschs entstehen? In »EHRENPREIS: Ein Weihnachten für Otto« wird Tanz zur Sprache, um familiäre Erinnerung(stück)en, Geschichten, Schweigen, Scham und Weitergegebenes sichtbar zu machen. Gleichzeitig ist es eine Einladung, den eigenen Schatten nachzuspüren.

Lisa Bless durchwandert Erinnerungen und die Erzählungen ihres Großvaters aus Krieg und Nachkriegszeit und öffnet Räume, in denen Vergangenheit nachhallt und Fragen gestellt werden. Im Zusammenspiel von Körper, Stimme und Narration entsteht ein Raum, in dem persönliche und gemeinsame Geschichte aufeinandertreffen.

Ein Solostück über Identität, Verantwortung und die Frage, wie wir heute miteinander leben und erinnern wollen.

Konzept, Choreografie, Kostüm: Lisa Bless
Dramaturgie: Natalie Broschat
Sounddesign: Elama Mampomo & Savio Suriano

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Heidelberg, Proberaum ermöglicht durch INTER-ACTIONS, Studio Actions

Tickets (12€) direkt an der Abendkasse im Völkerkundemuseum

Samstag
4. Juli 2026
10:00 Uhr
bis 22:00 Uhr
SocialMediaQuadratisch

Japanfest – Nihon Matsuri

im Garten des Völkerkundemuseums
Kommt vorbei und taucht ein in die Faszination Japan! Genießt Sushi, Matcha, Origami, Cosplay und eine entspannte Atmosphäre unter unserem Kirschbaum. Wir freuen uns auf euch! Eintritt frei

Zusammen mit dem Heidelberger Freundeskreis Kumamoto e.V. lädt das Völkerkundemuseum vPSt zum großen Japanfest in den historischen Garten des Palais Weimar in Heidelberg.

Die Besucher*innen erwartet ein vielseitiges Programm, bestehend aus unterschiedlichsten Workshops, japanischer Teezeremonie, musikalischen Darbietungen, einem Open Cosplay-Catwalk, Kinderangeboten, Führungen durch die Ausstellungen, japanische Köstlichkeiten, eine Pokémon-Tauschbörse und vielem mehr.

Programm ab Mitte Juni 2026 unter Japanfest – Völkerkundemuseum vPSt Heidelberg

Sonntag
5. Juli 2026
10:00 Uhr
bis 18:00 Uhr
SocialMediaQuadratisch

Japanfest – Nihon Matsuri

im Garten des Völkerkundemuseums
Kommt vorbei und taucht ein in die Faszination Japan! Genießt Sushi, Matcha, Origami, Cosplay und eine entspannte Atmosphäre unter unserem Kirschbaum. Wir freuen uns auf euch! Eintritt frei

Zusammen mit dem Heidelberger Freundeskreis Kumamoto e.V. lädt das Völkerkundemuseum vPSt zum großen Japanfest in den historischen Garten des Palais Weimar in Heidelberg.

Die Besucher*innen erwartet ein vielseitiges Programm, bestehend aus unterschiedlichsten Workshops, japanischer Teezeremonie, musikalischen Darbietungen, einem Open Cosplay-Catwalk, Kinderangeboten, Führungen durch die Ausstellungen, japanische Köstlichkeiten, eine Pokémon-Tauschbörse und vielem mehr.

Programm ab Mitte Juni 2026 unter Japanfest – Völkerkundemuseum vPSt Heidelberg