Sacred Dirt

Mother Teresa and Volunteering in Kolkata

Sonderausstellung
Asmathaus (Halle)
13. Juli 2025

-

22. März 2026
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Wie können wir Schmutz, Krankheit und Tod begreifen, wenn wir ihnen nicht ausweichen, sondern sie annehmen müssen?

Diese Ausstellung richtet einen ethnografischen Blick auf die alltägliche Arbeit in den Hospizen der Missionarinnen der Nächstenliebe von Mutter Teresa in Kolkata, Indien. Sie zeigt, was geschieht, wenn freiwillige Helfer*innen – häufig junge Menschen aus dem Westen, meist ohne Erfahrung in der Sterbebegleitung – sich einer radikalen Praxis der Nähe und Fürsorge aussetzen.

Fotografien, Zeichnungen, Videos und Textfragmente dokumentieren nicht nur die körperliche Arbeit des Waschens, Pflegens und Berührens, sondern auch die inneren Prozesse, die sich in diesen Begegnungen vollziehen: zwischen Mitgefühl und Überforderung, spirituellem Ideal und kultureller Fremdheit. Viele Freiwillige erleben diesen Ort als transformierend – doch ihre Erfahrungen bleiben ambivalent. Was bedeutet es, in einem Kontext zu helfen, den man kaum versteht? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Hingabe, Hilflosigkeit und Selbstvergewisserung?

Die Ausstellung lädt ein, über diese Spannungsfelder nachzudenken. Sie öffnet den Blick für die spirituelle und moralische Bedeutung von Ekel, körperlicher Verletzlichkeit, Grenzüberschreitung und der Nähe zum Tod – nicht nur in Indien, sondern als universelle Herausforderung menschlichen Miteinanders.

Die Ausstellung basiert auf einem Forschungsprojekt des Ethnologen und Künstlers Egor Novikov (Südasien-Institut der Universität Heidelberg).

 


 

How can we comprehend dirt, illness, and death if we cannot avoid them but must instead accept them?

This exhibition takes an ethnographic look at the everyday work in the hospices of the Missionaries of Charity founded by Mother Teresa in Kolkata, India. It explores what happens when volunteer workers—often young people from the West, usually without experience in end-of-life care—expose themselves to a radical practice of closeness and compassion.

Photographs, drawings, videos, and text fragments document not only the physical tasks of washing, caring, and touching, but also the internal processes that unfold in these encounters: between compassion and repulsion, spiritual community and cultural distance.

Many volunteers experience this place as transformative—yet their experiences remain ambivalent. What does it mean to help in a context one barely understands? Where are the boundaries between devotion, helplessness, and the search for self-assurance?

The exhibition invites reflection on these tensions. It opens up a perspective on the spiritual and moral dimensions of disgust, physical vulnerability, the crossing of boundaries, and proximity to death—not only in India but as a universal challenge of human coexistence.

The exhibition is based on a research project by the anthropologist and visual artist Egor Novikov (South Asia Institute, University of Heidelberg).

Führungen und Veranstaltungen zur Ausstellung

Mittwoch
17. Juni 2026
18:00 Uhr
bis 20:00 Uhr
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Wessen Geschichte erzählen Human Remains? – Vortrag

Provenienzforschung und Restitution zwischen Heidelberg und Australien

Vortrag von PD Dr. Carsten Wergin. Vortragsreihe zur Ausstellung "Mensch oder Objekt?"

Sonntag
21. Juni 2026
14:30 Uhr
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LET’S PLAY!

Führung
Der spielende Mensch – zwischen Kultur und KI
Sonntag
21. Juni 2026
17:00 Uhr
1 Portrait Hochkant

Von Kult zu Konzert – Die Rahmentrommel zwischen Ursprung und Gegenwart

ein Vortrag von Marliese Glück
Die Rahmentrommel gehört zu den ältesten Musikinstrumenten der Menschheit – und ist bis heute lebendig.

In diesem Vortrag im Völkerkundemuseum Heidelberg begibt sich das Publikum auf eine klingende Reise durch Zeit und Kulturen: die Rahmentrommel in archaischen Ritualen der Antike, ihre Bedeutung in unterschiedlichen Kulturräumen bis hin zur modernen Konzertpraxis.

Anhand von historischen Einblicken, kulturgeschichtlichen Hintergründen und praktischen Demonstrationen zeigt die Referentin die erstaunliche Vielseitigkeit dieses kreisförmigen Instruments. Verschiedene Klangfarben und musikalische Traditionen werden hör- und sichtbar.

Der Vortrag verbindet Wissen und unmittelbares Musikerlebnis und lädt dazu ein, ein Instrument kennenzulernen, das seit Jahrtausenden Menschen begleitet und verbindet.

 

Mittwoch
24. Juni 2026
18:00 Uhr
bis 20:00 Uhr
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The Politics of the Afterlife: Mortuary Governance and Exclusion in Postcolonial Contexts

Vortrag von Dr. Paula Maria Arana Barbier

Death does not erase social hierarchies. In Spain, Muslim communities confront a mortuary landscape where Christian burial operates as an unmarked default while Islamic cemeteries remain scarce, contested, or entirely absent. This lecture examines how contemporary Muslim burial struggles reveal deeper patterns of exclusion in diverse societies shaped by colonial legacies and ongoing mechanisms of pseudoinclusion. Drawing on collaborative research with the association Entierro Digno and fieldwork documented in the film Descansa en Paz, I analyze how municipal governance, bureaucratic delays, and spatial zoning render dignified Islamic burial structurally precarious. Families face impossible choices: repatriation to countries of origin at prohibitive cost, burial in Christian-managed cemeteries that violate Islamic ritual requirements, or years-long waits for promised Islamic sections that never materialize. These struggles illuminate mortuary politics as a domain where citizenship claims collide with religious normativity, where the dead become agents in community mobilization, and where exclusion in death mirrors patterns of marginalization in life. The lecture argues that examining who governs the dead and under what conditions illuminates broader patterns of citizenship, belonging, and the persistence of colonial hierarchies in societies that claim to have moved beyond them.

Donnerstag
25. Juni 2026
18:00 Uhr
leuchter-saal

Rethinking: A Colonial Lexicon

Vortrag
Race and Postcolonial Approaches in the Historiography of Childbirth. Vortrag von Prof. Nancy Rose Hunt (University of Florida)
Freitag
26. Juni 2026
14:00 Uhr
bis 22:00 Uhr
pingpongsocialclub

Ping Pong Social Cup Event

Turnier
Ein Tischtennisturnier der anderen Art! Ob Rundlauf, Doppel, Kantenspiel - die Disziplinen sind so vielfältig wie die Spieler. Mitzocken oder mitfiebern, Kronen sammeln oder Kontakte - it’s a Social Cup.
Samstag
27. Juni 2026
14:00 Uhr
bis 22:00 Uhr
pingpongsocialclub

Ping Pong Social Cup Event

Turnier
Ein Tischtennisturnier der anderen Art! Ob Rundlauf, Doppel, Kantenspiel - die Disziplinen sind so vielfältig wie die Spieler. Mitzocken oder mitfiebern, Kronen sammeln oder Kontakte - it’s a Social Cup.
Samstag
4. Juli 2026
10:00 Uhr
bis 20:00 Uhr
SocialMediaQuadratisch

Japanfest – Nihon Matsuri

im Garten des Völkerkundemuseums
Kommt vorbei und taucht ein in die Faszination Japan! Genießt Sushi, Matcha, Origami, Cosplay und eine entspannte Atmosphäre unter unserem Kirschbaum. Wir freuen uns auf euch!

Zusammen mit dem Heidelberger Freundeskreis Kumamoto e.V. lädt das Völkerkundemuseum vPSt zum großen Japanfest in den historischen Garten des Palais Weimar in Heidelberg.

Die Besucher*innen erwartet ein vielseitiges Programm, bestehend aus unterschiedlichsten Workshops, japanischer Teezeremonie, musikalischen Darbietungen, einem Open Cosplay-Catwalk, Kinderangeboten, Führungen durch die Ausstellungen, japanische Köstlichkeiten, eine Pokémon-Tauschbörse und vielem mehr.

Eintritt
(inklusive Zugang zu allen Ausstellungen des Museums)

Regulär: 3 Euro

Ermäßigt: 2 Euro

Programm unter Japanfest – Völkerkundemuseum vPSt Heidelberg

Sonntag
5. Juli 2026
10:00 Uhr
bis 18:00 Uhr
SocialMediaQuadratisch

Japanfest – Nihon Matsuri

im Garten des Völkerkundemuseums
Kommt vorbei und taucht ein in die Faszination Japan! Genießt Sushi, Matcha, Origami, Cosplay und eine entspannte Atmosphäre unter unserem Kirschbaum. Wir freuen uns auf euch!

Zusammen mit dem Heidelberger Freundeskreis Kumamoto e.V. lädt das Völkerkundemuseum vPSt zum großen Japanfest in den historischen Garten des Palais Weimar in Heidelberg.

Die Besucher*innen erwartet ein vielseitiges Programm, bestehend aus unterschiedlichsten Workshops, japanischer Teezeremonie, musikalischen Darbietungen, einem Open Cosplay-Catwalk, Kinderangeboten, Führungen durch die Ausstellungen, japanische Köstlichkeiten, eine Pokémon-Tauschbörse und vielem mehr.

Eintritt
(inklusive Zugang zu allen Ausstellungen des Museums)

Regulär: 3 Euro

Ermäßigt: 2 Euro

Programm unter Japanfest – Völkerkundemuseum vPSt Heidelberg